Workshops

am Freitag, dem 11. Mai 2012, von 16.00 bis 18.00 Uhr

1 Stiftungsgründung

Wie ist eine Stiftung zu errichten und was muss dabei beachtet werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen sind im Vorfeld einer Stiftungserrichtung wichtige Einzelheiten zu klären. Dabei sind die familiären, wirtschaftlichen, rechtlichen sowie steuerrechtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen und mit den Intentionen des Stifters in Einklang zu bringen. Ihre Rechtsfähigkeit erhält die Stiftung durch staatliche Anerkennung aufgrund der Stiftungssatzung und dem sogenannten „Stiftungsgeschäft“. Hier ist zu beachten, dass Satzung und Stiftungsgeschäft den Stifterwillen eindeutig ausdrücken und rechtskonform ausgestaltet werden. Der Workshop zeigt Wege von der „Idee“ bis zur „Tat“ und wird zu konkreten Fallbeispielen der Teilnehmer Stellung nehmen.

Referenten und Moderation: Claudia Eiling, Rechtsamt der Stadt Frankfurt, Hans Peter Meyer, ehem. Stiftungsmanagement der Frankfurter Sparkasse

2 Operative und fördernde Stiftungsarbeit

Stiftungen haben unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Ziele umzusetzen. Ein klassischer Weg ist es, Projekte von Antragstellern mit Stiftungsmitteln zu fördern und in einer Vereinbarung die gemeinsamen Ziele festzuhalten. Durchgeführt wird das Projekt dann allein vom Antragsteller. Vor allem größere Stiftungen gehen zunehmend einen anderen Weg: sie wollen nicht nur mit eigenem Geld, sondern direkt mit eigenen Mitarbeitern in Projekten beteiligt sein, sie werden „operativ“ tätig. Damit können sie ihr in anderen Projekten gewonnenes Wissen direkt einbringen, die Entwicklung aktiv steuern und neues Wissen aus der Durchführung gewinnen. Der Workshop wird die unterschiedlichen Stiftungsmodelle aufzeigen und konkrete Fallbeispiele der Teilnehmer bearbeiten.

Referenten und Moderation: RA Ursula Poletti, St. Katharinen- und Weißfrauenstift; Dr. Christof Schenck, Stiftung für die bedrohte Tierwelt; Dr. Christof Eichert, Herbert Quandt-Stiftung

3 Wirkung durch Kooperation

Stiftungen sollen und wollen ihre Unabhängigkeit nutzen und in ihren Aufgabenbereichen Neues auf den Weg bringen, das besser funktioniert als die unvollkommene Gegenwart. Aber keine Stiftung ist groß genug, um im umfassenden Sinne gesellschaftliche Probleme zu lösen. Langfristigen Einfluss haben Stiftungen allein eher sehr selten. In Kooperationen aber können sie dauerhaft Neues einführen, verbreiten und verankern. Kooperationen sind mit unterschiedlichen Partnern und in verschiedenen Konstellationen möglich. Der Workshop wird erfolgreiche Kooperationsmodelle aufzeigen und konkrete Fallbeispiele der Teilnehmer bearbeiten.

Referenten und Moderation: Claudia Finke, Gemeinnützige Hertie-Stiftung; Dr. Roland Kaehlbrandt, Stiftung Polytechnische Gesellschaft; Michael Münch, Deutsche Bank Stiftung

4 Ideenwerkstatt

Stiftungen sind mehr als „personifizierte Zweckvermögen“, mehr als ein juristisches Konstrukt. Sie sind vielmehr ein seit Jahrhunderten geübtes und immer wichtiger werdendes Instrument bürgerschaftlichen Handelns. Ein oder mehrere Stifter identifizieren ein gesellschaftliches Problem, begründen eine Stiftung, die sich auf Dauer einem gemeinnützigen Zeck widmet. Der Workshop soll aus einer politischen Perspektive folgenden Fragen nachgehen: Was ist eine Stiftung? Wie findet diese einen sinnvollen gemeinnützigen Zweck? Wie kann sie ihren Zweck nachhaltig erfüllen? Dabei stehen anhand praktischer Beispiele Stiftungsentwicklung und Stiftungsmanagement im Mittelpunkt. Innerhalb einer Ideenwerkstatt gründen die Teilnehmer eine Bildungsstiftung, finden einen sinnvollen Zweck und klären Grundfragen der Zweckverwirklichung.

Referenten und Moderation: Gabriele Buchholz, Peter Fuld-Stiftung; Dr. Ingmar Ahl, Karg-Stiftung; Clemens Greve, Frankfurter Bürgerstiftung.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

5 Stiften mit Wirkung: Wie lassen sich Wirkungen nachweisen?

Was bewirkt Stiftungsarbeit? Und was bewirke ich mit meiner Stiftung? Der Nachweis von Wirkungen interessiert den Stifter (Stiftungszweck erreicht?), die Gesellschaft (Steuer­begünstigungen gerechtfertigt?), das Management (Mittelvergabe-Entscheidungen fundiert?) und Mitarbeiter (Erfolg unserer Arbeit?). Für den Nachweis sozialer Wirkungen werden momentan neue Methoden entwickelt und erprobt, etwa die ‘Social Return on Investment’-Methode. Der Workshop führt ein in das Thema ‘Wirkungsnachweis für Stiftungsarbeit’ (Wozu? Wie? Varianten? Aufwand? Hindernisse?) und präsentiert konkrete Beispiele für Wirkungsanalysen. Anschließend besteht Raum zur Diskussion – insbesondere auch von Beispielen und Fragestellungen aus dem Teilnehmerkreis.

Referent und Moderation: Dr. Robert Münscher, Centrum für soziale Investitionen und Innovationen, Heidelberg

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