STIFTUNG GIERSCH

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Kurz und knapp

Zweck Kinder- und Jugendmedizin, Kunst und Kultur, Wissenschaft
Name STIFTUNG GIERSCH
Gründung 14.11.1994
Rechtsform Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Stifter/in Senatorin E.h. Karin Giersch und Senator E.h. Professor Carlo Giersch
Sitz Frankfurt am Main
Vermögen k. A.
Aufwendungen p.a. k. A.

Kontakt

STIFTUNG GIERSCH
Caroline Naab
Schaumainkai 81
60596 Frankfurt am Main

Entstehung: Die STIFTUNG GIERSCH wurde 1994 mit Mitteln aus dem Privatvermögen des Frankfurter Unternehmers Carlo Giersch und seiner Frau Karin eingerichtet. Die Motivation der Stifter entspringt einer tief empfundenen Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft, für die sie durch ihr gemeinnütziges Engagement Gutes tun wollen.

Zweck und Ziele: Das Ehepaar will mit seinem Engagement an die stolze, bürgerliche Stiftertradition seiner Heimatstadt Frankfurt am Main und der Region anknüpfen. Der Einsatz der Stiftung für das öffentliche Gemeinwohl umfasst die Gebiete Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung medizinischer Projekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Der Aktionsradius der Stiftung konzentriert sich auf die Region Rhein-Main.

Leitprojekte: Das 2000 eröffnete und im Jubiläumsjahr 2014 der Goethe-Universität überlassene MUSEUM GIERSCH (jetzt: MUSEUM GIERSCH der GOETHE-UNIVERSITÄT) widmet sich der Kunst- und Kulturgeschichte und soll in Zukunft zudem als „Schaufenster der Universität“ den Dialog zwischen den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern und ihre Hochschule vertiefen. Den Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit bilden Wechselausstellungen zu kunst- und kulturgeschichtlichen Themen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit begleitenden Katalogen, in denen die Ausstellungstätigkeit und die Forschungsarbeiten dokumentiert werden. Das von der Stiftung für die Universität Frankfurt erbaute FIAS – Frankfurt Institute for Advanced Studies – ermöglicht und fördert die theoretische und interdisziplinäre Grundlagenforschung. Das angrenzende Giersch Science Center öffnete im Jahr 2014 seine Türen als Wissenschaftszentrum für mehr als 250 Forscherinnen und Forscher und beheimatet die Graduierten Schule Giersch, in der sich ab dem Wintersemester 2016 / 2017 Masterabsolventinnen und -absolventen unterstützt durch ein Stipendium ganz ihrer Promotion widmen können. Einen weiteren Meilenstein in der Förderung vielversprechender Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bilden die Giersch Excellence Awards, mit denen seit dem Jahr 2015 die jeweils besten Doktorarbeiten und die vielversprechendsten Promotionsprojekte ausgezeichnet werden. Im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin finanzierte die Stiftung den Neubau des Clementine Kinderhospitals, das eine besondere Herzensangelegenheit des Stifterpaares darstellt, und daher auch kontinuierliche Zuwendungen erfährt. Der von der Stiftung Giersch in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein »Aktionskomitee Kind im Krankenhaus Frankfurt / Rhein – Main e.V. (AKIK)« unter anderem gemeinsam an die Rettungseinsatzkräfte der Städte Frankfurt, Darmstadt und Offenbach bereits zum fünften Mal verteilte „Rettungsteddy“ hilft Kinder in Notsituationen und dient – ebenso wie der in Kooperation mit der Kinderhilfestiftung Frankfurt vergebene „Trost-Bär“ – als psychische Stütze.

Wirkung: Das Museum, das sich mit seinem Schwerpunkt der regionalen und lokalen Kunst- und Kulturvermittlung in der Museumslandschaft fest etabliert hat, leistet mit seinen kunstwissenschaftlichen und kulturhistorischen Projekten einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erforschung der kulturellen Identität der Region Rhein-Main. Die breit angelegte Wissenschaftsförderung – von Deutschlandstipendien über Preise für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bis hin zur Stiftungsprofessur für Bioinformatik – sieht das Stifterehepaar als wichtigen Beitrag, Neuerungen im Bereich der Naturwissenschaften umfassende Unterstützung zukommen zu lassen, damit diese so bald wie möglich der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen können. Diese wie auch die weiteren Projekte der Stiftung sind Beispiele bürgerlicher Stiftertätigkeit und zur Nachahmung empfohlen.

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