Hans und Ilse Breuer-Stiftung

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Kurz und knapp

Zweck Forschung, Soziales
Name Hans und Ilse Breuer-Stiftung
Gründung 2000
Rechtsform Selbständige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Stifter/in Hans Breuer
Sitz Frankfurt am Main
Vermögen k. A.
Aufwendungen p.a. k. A.

Kontakt

Hans und Ilse Breuer-Stiftung
Michaela Prims
Bockenheimer Landstraße 2-4
60306 Frankfurt am Main

Entstehung: Die als "Stiftung des Jahres 2016 in Hessen" ausgezeichnete Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurde im Jahr 2000 von dem Unternehmer Hans Breuer gegründet. Ein wichtiger Impuls für die Gründung der Stiftung ging von den leidvollen Erfahrungen aus, welche die Familie Breuer selbst mit der Alzheimer-Krankheit machen musste. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen entscheidend zu verbessern.

Zweck und Ziele: Die gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Frankfurt verfolgt zwei Ziele: Helfen und Forschen - mit dem Engagement in der Betroffenenhilfe und der Förderung wissenschaftlicher Grundlagenforschung zu Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen. Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung widmet sich der Verbesserung der Lebenssituation von demenziell Erkrankten und ihren Angehörigen und fördert Projekte in Hessen aus den Bereichen Versorgung, Betreuung und Therapie, die als modellhafte Projekte aufgrund ihrer Qualität, Aktualität, Effektivität und Nachhaltigkeit andere Einrichtungen zur Nachahmung anregen können. Zum anderen fördert die Stiftung fördert gezielt die wissenschaftliche Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Ursachen-, Diagnose- und Therapieforschung.

Leitprojekte: Als eigenes Pilotprojekt in der Begleitung von Demenzbetroffenen hat die Stiftung unter dem Namen „StattHaus Offenbach“ nach umfassender Sanierung ein Demenzzentrum in einer denkmal-geschützten Gründerzeitvilla aufgebaut. Das mit dem Denkmalschutzpreis 2015 ausgezeichnete Haus bietet Räumlichkeiten für neun Menschen mit Demenz, die seit November 2014 eine ambulant betreute Wohngemeinschaft bilden. Die Wohn-Pflege-Gruppe wird in geteilter Verantwortung gemeinsam von Angehörigen, einem ambulanten Pflege- und Betreuungsteam, freiwilligen Helfern und von der Stiftung als Vermieter organisiert und begleitet. Gleichzeitig fungiert das StattHaus auch als Beratungs- und Informationszentrum für Betroffene und Angehörige. Hilfesuchende finden vielfältige Angebote, die von häuslicher Versorgung bis zur Tagesbetreuung reichen. Dazu gehören auch der Aufbau und die Begleitung von Gesprächsgruppen, die Veranstaltung von Informationsseminaren für Angehörige und ehrenamtliche Helfer sowie die stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger durch die Einrichtung von Betreuungsgruppen und Einzelbetreuungsangebote. Ein liebevoll angelegter Garten und ein kleines „Quartiers-Café“ mit Terrasse bieten von Demenz betroffenen Menschen und deren Angehörigen die Möglichkeit, sich in offener und gleichzeitig geschützter Atmosphäre aufzuhalten. Gäste können sich dem Thema Demenz auf unkomplizierte Weise annähern und Beratung anfragen. Konzerte und Ausstellungen sind anregende Anlässe für Begegnungen und die Pflege sozialer Kontakte. Neben der Betroffenenhilfe fördert die Stiftung die wissenschaftliche Grundlagenforschung zu Demenz und unterstützt hierzu existierende wissenschaftliche Netzwerke. Darüber hinaus vergibt die Stiftung seit 2006 den mit 100.000 Euro deutschlandweit höchstdotierten Alzheimer-Forschungspreis und jährlich bis zu drei Promotionsstipendien. Ebenso wurden drei weitere aus Drittmitteln finanzierte Sonderpreise von je 100.000 Euro verliehen. Die Verleihung erfolgt traditionell im Rahmen des Eibsee-Meetings, einem hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Kongress, welcher rund um ein Kuratoriumsmitglied der Stiftung, Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Experten aus der ganzen Welt zusammenbringt und der von der Hans und Ilse Breuer-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) und dem Excellenzcluster SyNergy ausgerichtet und finanziert wird.

Wirkung: Mit der parallelen Förderung von Betroffenenhilfe und Forschung trägt die Stiftung dazu bei, das gesellschaftlich immer brisantere Thema der demenziellen Erkrankungen und deren Auswirkungen zu bekämpfen. Die Stiftung hilft mit dem "Demenzzentrum StattHaus Offenbach" Ängste vor der Krankheit abzubauen und hat mit dem ganzheitlichen Konzept von der Beratung bis zur Betreuung ein Modell mit Vorbildfunktion entwickelt.

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