Else Kröner-Fresenius-Stiftung

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Kurz und knapp

Zweck Gesundheit, Wissenschaft
Name Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Gründung 1983
Rechtsform Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Stifter/in Else Kröner
Sitz Bad Homburg
Vermögen 930,7 Mio. Euro (Buchwert zum 31.12.2017)
Aufwendungen p.a. k. A.

Kontakt

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Bianka Jerke
Am Pilgerrain 15
61352 Bad Homburg v.d.H.

Entstehung: Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) wurde im Jahr 1983 von Else Kröner, geb. Fernau, gegründet. Als Else Kröner 1988 starb, vermachte sie der Stiftung testamentarisch ihr gesamtes Vermögen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zählt heute zu den größten gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Ihr Stiftungskapital beläuft sich auf rund 930,7 Mio. Euro (Buchwert zum 31.12.2017).

Zweck und Ziele: Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Mit einem Fördervolumen von aktuell über 50 Mio. € ist sie die größte Medizin fördernde Stiftung Deutschlands.

Leitprojekte: Wissenschaftliche Exzellenz und Nachwuchsförderung sind die beiden Leitmotive der medizinisch-wissenschaftlichen Förderung. In der laufenden Projektförderung werden zum einen neue, richtungsweisende Forschungsansätze von international renommierten Wissenschaftlern unterstützt, zum anderen erhalten begabte junge Nachwuchsforscher die Möglichkeit zur Durchführung eines ersten eigenverantwortlichen Forschungsprojekts. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Ärzten, die Forschung und Klinik in ihrem Berufsweg verbinden wollen (Clinician Scientists). Neben ihren sechs Förderlinien unterstützt die EKFS im Bereich Translatorik Forschungsprojekte, die vielversprechende Entwicklungen möglichst schnell zur klinischen Anwendung bringen. Die Förderlinie ist für alle patientennahen Anwendungen offen, unabhängig von der Größe des Marktes. Weiterhin ist die Stiftung auch in der institutionellen Förderung tätig. Mit dem Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin in München fördert die EKFS ein Institut, das nachhaltige Ernährungsformen in der Medizin bearbeitet. Das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für klinische Forschung befindet sich derzeit in Ausschreibung. Als größte Einzelauszeichnung vergibt die Stiftung den Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Forschung. Er ist einer der höchstdotierten medizinischen Forschungspreis der Welt. Mit ihm werden bahnbrechende Forschungsergebnisse ausgezeichnet und zukünftige Forschungsarbeiten der internationalen Preisträger finanziert. Er wurde erstmals 2013 anlässlich des 25. Todestages von Else Kröner in Höhe von vier Millionen Euro vergeben. Auf dem Gebiet der Immunologie wurde der Preis dem in Yale forschenden Professor Ruslan Medzhitov zuerkannt. 2017 ging der Preis auf dem Gebiet der Neuropsychiatrie an den Neurowissenschaftler und Psychiater der Stanford University Karl Deisseroth. Darüber hinaus fördert die EKFS medizinisch-humanitäre Einzelprojekte mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung von Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Neben direkter medizinischer Hilfe für Patienten und Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur vor Ort unterstützt sie die Ausbildung möglichst vieler qualifizierter Ärzte, Pflegender und Helfender im Gesundheitsbereich. Die Stiftung trägt zu einem Umfeld bei, das die Mediziner animiert, in ihrem Land zu bleiben und zu wirken. Sie versucht, die Abwanderung gut ausgebildeter Menschen zu verringern (Brain-Drain). Lokale Partner werden bei der Projektplanung und -implementierung einbezogen, um die Förderinitiativen an die lokale Kultur anzupassen und sie nachhaltig zu gestalten. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf einer Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit. Seit Herbst 2016 fördert die Else Kröner-Fresenius-Stiftung gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Mit dem jährlich in Berlin verliehenen Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit zeichnet die Stiftung Projekte aus, die der Verbesserung der medizinischen Ausbildung und/oder der Patientenversorgung in Entwicklungsländern dienen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.

Wirkung: k.A.

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